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Rathaus Charlottenburg

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Das Rathaus wurde 1899-1905 von den Architekten Heinrich Reinhardt & Georg Süßenguth für die Stadt Charlottenburg erbaut. Mit seiner Eröffnung am 20.5.1905 begann auch die 200-Jahr-Feier der Stadt. 1911-16 baute Heinrich Seeling den Erweiterungsbau für die Sparkasse, in dem heute die Heinrich-Schulz-Bibliothek untergebracht ist.

Entstanden ist eine Monumentale Fünfflügelanlage in Rustika (Buckelquader) mit einem 89 m hohen beherrschenden Turm. Angeblich soll Kaiser Wilhelm II es abgelehnt haben, auf dem Weg zum Schloss Charlottenburg am neuen Rathaus vorbeizufahren, weil der Turm die Schlosskuppel überragt.

Die Fassadengestaltung ist in strengen Jugendstilformen mit reicher Ornamentalplastik und figürlichem Schmuck der Opulenz mittelalterlicher Rathäuser nachempfunden. Der ursprünglich vorgesehene neugotische Stil wurde zugunsten des "Sezessionsstils" aufgegeben. Von den Fest- und Sitzungssälen ist in ursprünglicher Gestalt nur der Magistratssitzungssaal (von 1955 bis 2009 Pommernsaal, seit 2009 Minna-Cauer-Saal) erhalten. Dieser und der Festsaal, Bürgersaal, Lily-Braun-Saal (früher Saal 3), Gertrud-Bäumer-Saal (früher Saal 1) und Helene Lange Saal (früher Saal 2) werden von der Immobilienwirtschaft vermietet.

Neben der Ornamentik thematisieren auch eine Reihe von in Stein gehauenen und in Holz geschnitzen Sinnsprüchen Arbeitsethos und den Kampf ums Dasein.

Rathaus Charlottenburg 1948

Schwere Kriegsschäden entstanden in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs von 1943 bis 1945. 1947-58 Wiederherstellung durch Hans Günther. 1988 stilwidrige Neueindeckung des Daches mit holländischer Pfanne an Stelle von Biberschwanz.