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Jazzclub Kelkheim

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40 Jahre Jazzclub Kelkheim 

Im Juli 1966 wurde der Jazzclub in den Räumen der Evangelischen Kirche in der Gundel-hardtstraße/Am Berg gegründet. 40 Jahre besteht er nun, und 28 Jahre hatte er im Keller in der Alten Schule in Hornau sein Domizil. Zunächst trafen sich einige junge Leute zum Plattenhören, Diskutieren und Spielen. Schon bald wurde der Club zu dem, was man heute eine Disco nennen würde. Auch aus der Umgebung, u.a Hofheim, Höchst und Königstein, kamen Besucher, so daß abends schon kurz nach Öffnung wegen Überfüllung niemand mehr eingelassen werden konnte. Mit der Zahl der Besucher wuchs auch der Ärger mit den Nachbarn, und man machte sich auf die Suche nach neuen Räumen.

Nach halbjähriger Umbauzeit wurde der Jazzclub im Januar 1971 in der Alten Schule in Hornau wieder geöffnet. Schon seit 1968 war mit der Durchführung von Konzerten begonnen worden. In den besser geeigneten neuen Räumen wurden diese Aktivitäten wesentlich verstärkt. Rund 30 Konzerte und Kleinkunstveranstaltungen werden jährlich organisiert, rund 700 dürften es insgesamt inzwischen wohl geworden sein. An Kabarettisten wie Gerd Wollschon, Uli Keuler, Armin Töpel oder Hanns-Dieter Hüsch, Song-Schreiber wie Ulrik Remy oder Gottfried Schlögl, Gitarristen wie Kolbe/Illenberger, Peter Finger, Martin Müller oder Werner Lämmerhirt und Folk-Gruppen wie Espe oder Schlendrian werden sich viele gerne erinnern. Immer wieder gelang es den Jazzclub-Organisatoren, bekannte Namen (oder solche, die später bekannt wurden) nach Kelkheim zu holen. Bill Ramsey, Tony Sheridan, Lydie Auvray, Charlie Mariano & Dieter Ilg, die Rodgau Monotones, Hanns-Dieter Hüsch sind einige Beispiele.

Seit 1990 diskutierten die städtischen Gremien eine Sanierung der Alten Schule. Auch für den Jazzclub sollte es größere Räume geben. Doch einigen Stadtverordneten waren die Kosten zu hoch. Schließlich gab es eine Mehrheit für einen Neubau: das Vereinshaus Hornau mit dem Jazzclub im Keller sowie Kino und Vereinsräumen. Größer und schöner ist das neue Domizil geworden, das im Februar 2001 eröffnet werden konnte. Und endlich mit guter Lüftung, mit einer Bühne und vernünftiger Lichttechnik.

Kostendeckend ist Kultur natürlich nicht. Deshalb freuen sich die Programm-Macher auch über die gute Zusammenarbeit mit der Kulturgemeinde. Ohne deren Zuschuß und die ehrenamtliche Tätigkeit der Jazzclub-Organisatoren wäre die Einrichtung nicht denkbar.

Auch außerhalb der Jazzclub-Räume wurden Veranstaltungen durchgeführt. Weit über Kelkheim und den Kreis hinaus bekannt wurde das Jazz-Picnic auf dem Gimbacher Hof in den Jahren 1970 bis 1989. Bei gutem Wetter trafen sich dort über 2.000 Besucher. In den letzten Jahren führte der Jazzclub in Zusammenarbeit mit der Kulturgemeinde zahlreiche Konzerte in der Eichendorffschule und im Kulturbahnhof Kelkheim-Münster durch.

Die erfolgreiche Kombination aus Kleinkunst, Folk, Rock und Jazz soll beibehalten werden. Neben Profi-Künstlern aus ganz Deutschland und Europa soll insbesondere jungen Musikern und Gruppen aus der Umgebung die Möglichkeit zu einem Auftritt gegeben werden. Wie bisher werden auch weiterhin DISCO-Abende, der Spieltreff, das Salsa-Café, Mottomusikabende (z.B. "Feel lucky, Punk ?", "DOORS spezial", "Led Zeppelin spezial") durchgeführt.

Seit 40 Jahren ist "der Club", wie er immer noch genannt wird, einer der wenigen Treffpunkte für junge (und bei seinen Konzerten auch ?ältere") Leute in Kelkheim und Umgebung.